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one more time // reclaiming the streeet party

diese infos kamen per mail DANKE THOMAS HAEMMERLI FÜR DIE INFOS.

Da ich Dir das Mail zur Reclaim the Streets weitergeleitet hatte, ist es mir
doch noch ein Anliegen, nach Lektüre der Zeitungen, Folgendes zu sagen:

Es hat sich nicht um eine Hausbesetzerdemo gehandelt, sondern um eine Art
Streetparade von Leuten, die Untergrundparties veranstalten.

Leider haben die keine Ahnung, wie man mit Medien kommuniziert und eine
entsprechend schlechte Presse.

Ich jedenfalls habe Folgendes gesehen: Ein Umzug, der zurückhaltend
geschätzt mindestens 1500 Leute vereinte.

Und der sich grösstenteils aus Partyvolk diverser Altersklassen zusammen
setzte, die mit selbstgebastelten Discokugeln auf Rädern und anderem
Paradeutensilien unterwegs waren, alles sehr enstpannt.

An militante Hausbesetzerdemos gehe ich seit über zehn Jahren nicht mehr,
und ich habe auch nur vereinzelt Leute aus dieser Szene gesehen, soweit man
das den Leuten überhaupt ansieht.


Koni Frei, ein Altaktivist hat irgendwann mit der Polizei verhandelt, die
erklärten, wegen der Lärmklagen vom letzen Jahr, dürfe der Zug nciht in die
Innenstadt.


Die Polizei hat den Umzug darauf in Wohnquaretiere geleitet, und bei der
Kornhausbrücke plötzlich massiv Tränengas eingesetzt.


Komsicherweise sind die Leute aber trotzdem weitermaschiert. (Der Grossteil
hat zum ersten Mal im Leben Tränengas geschnuppert und konnte den Geruch
nicht einordnen.)


Später war der Zug am Limmatplatz, die Polizei in kuzer Distanz. Ich habe
niemanden gesehen, der die Polizei angegriffen hat.


Dann gings durch die Langstrasse und da wiederum habe ich erzählt gekriegt,
dass plötzlich die Polizei einen Wagen gestürmt, Gummigeschosse eingesetz
und massiv Tränengas eingesetzt habe.


Der Zug war aber so lange, dass man das vorne gar nicht mitgekriegt hat.

So ging das dann weiter. Was Sachbeschädigungen anbelangt, habe ich nur die
Hiphopnervsäcke gesehen, die überall ihr Kürzel hinsprayen. Mein Gott, die
Stadt ist eh voll davon.


Gehört habe ich noch, dass es richtig ausgeartet sei, als nach zwei Uhr die
Polizei einen Fahrer eines der Lovemobiles verhaftet habe, kann meine Hand
nicht ins Feuer legen, ob das stimmt.


Jedenfalls: Dass man einen ja tatächlich lärmigen Zug durch die
Wohnquartiere der Kreise 6 udn 4 laufen lässt, alles in Tränengas hüllt,
welches dann noch lange später in den Strassen und damit auch in den
Wohungen der Anwohner hing, um Lärmklagen da zu verhindern, wo niemand
wohnt, nämlich an der Bahnhofstrasse, dass ist pure Idiotie.


Genauso wie es pure Idiotie ist, am Tag der Streetparade, an dem gegen eine
Million Leute nach Zürich kommt, mit Tränengas und Polizeihunden kleine
Parties aufzulösen und unkomerziellen Musikidealisten die Anlagen und
Computer zu beschalgnahmen. Das war nämlich der Anlass der Parade.


Verantwortlich dafür ist Polizeivorsteherin Esther Maurer, die das Zürich,
dass ich liebe systemmatisch kaputt macht. Egal ob lange Nacht der Museen,
Gastrobetriebe, Openairkinos oder Parties. Dabei wird sie selbst von
SP-Kreisen gestützt, die ihr hinter vorgehaltener Hand kritisch
gegenüberstehen. (Die nächsten Wahlen kommen so sicher wie das Amen in der
Kirche. Anmeldung für infos www.votez.ch)

Dass ich gestern noch gehört habe, dass die Schergen dieser Kanaille meine Lieblingsbar, nämlich die kleine Stille A16, die es seit sicher zehn Jahren gab, geschlossen hat, bringt mich noch mehr in Rage.

Salutations Thomas Haemmerli
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